Mit Planung zu mehr Ruhe

18. Februar 2026 | WLZ 132 | Autorin: Stefanie Schadler

Das Essen für die Woche zu planen und den Einkauf auf ein- bis zweimal in der Woche zu reduzieren, ist einer der effektivsten Wege, um Geld zu sparen und mehr Ruhe und Effizienz in den Alltag zu bringen.

Eine Einkaufsliste bedeutet auch, vorab die Vorräte zu kontrollieren und Aktionen sinnvoll zu nutzen.

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Planung statt Spontanität

Sich täglich aufs Neue zu fragen, was man kochen soll, hat einen durchaus stressigen Charakter. Meist folgt darauf der Gang zum Supermarkt, um noch fehlende Zutaten zu besorgen. Weitere Produkte wandern dann in den Einkaufswagen – mit dem Ergebnis, dass man mehr ausgegeben hat, als man ursprünglich wollte. Bei den aktuell hohen Lebensmittelkosten ist das umso ärgerlicher. Es verschlingt aber auch Zeit, die anderweitig sinnvoller genutzt werden könnte.

Eine Möglichkeit für mehr Effizienz ist Struktur in der Essensplanung. Mit einer klaren Wochenplanung wird bezüglich des Themas einmal überlegt und anschließend dementsprechend eingekauft und gekocht. Die Planung dient dabei zur reinen Orientierung und hilft im Alltag, weniger Entscheidungen zu treffen. Ein Großeinkauf und ein ergänzender Einkauf pro Woche sind dafür ausreichend.

Richtig einkaufen

Für die Planung genügt es, drei bis vier Mahlzeiten im Voraus zu fixieren. Hier kann man bewusst zwischen Zutaten wie Fleisch und Fisch variieren. Dadurch fällt es auch leichter, sich ausgewogen zu ernähren. Ein bis zwei flexible Optionen pro Woche sowie ein Tag zur Resteverwertung sorgen für genügend Flexibilität. Vor dem Einkauf für die Woche ist auch ein Blick in die Vorratskammer erforderlich, um bereits Vorhandenes nicht zusätzlich aufzustocken. Beim Schreiben der Einkaufsliste erspart es unnötige Wege, wenn die Lebensmittel nach ihrer Sortierung im Supermarkt gruppiert werden.

Nach dem Einkauf werden Lebensmittel mit einer geringen Haltbarkeit wie Salat oder Fleisch zu Beginn der Woche eingeplant. So bleiben die Nährstoffe und der Geschmack erhalten. Auch der Griff nach nur noch kurz haltbaren Lebensmitteln, sofern man sie rasch verarbeitet, lohnt sich, da diese meist preisreduziert sind.

Wer kennt sie nicht, die vielen Verlockungen durch Sonderangebote und XXL-Packungen? Doch man sollte sich davon nicht verleiten lassen. Sinn macht es hingegen, im Vorhinein zu schauen, wo benötigte Produkte wie Nudeln, Kaffee oder Milchprodukte in Aktion sind. Die Supermarktketten bewerben das meist im Voraus, was gut zum Vorausplanen passt.

Mahlzeiten vorbereiten

Durch die Planung und den gezielten Einkauf ist man bereits mittendrin im Meal Prep, also dem Vorbereiten von Mahlzeiten. Es gibt unterschiedliche Ansätze, wie man weiter vorgeht: Wer nicht jeden Tag kochen möchte, kann das auf ein- bis zweimal pro Woche reduzieren, an denen man für mehrere Tage vorkocht. Danach werden die Portionen in Behältern im Kühlschrank für mehrere Tage problemlos aufbewahrt. Oft funktioniert das für Haushalte mit Kindern sehr gut oder auch dann, wenn man sich Mahlzeiten mit ins Büro nehmen möchte. Eine weitere Möglichkeit wäre es auch, sich an den drei Grundkomponenten der Ernährung zu orientieren: So kann man Gemüse dünsten, Fleisch anbraten und Kartoffeln kochen und daraus mit Gewürzen und Saucen unterschiedliche Mahlzeiten zaubern. Das ist ideal, wenn man es einfach halten möchte. Wer gerne täglich kocht, kann das ebenfalls tun und das für den Tag geplante Gericht genau dann zubereiten.

Meal Prep ist kein Ernährungskonzept, es gibt also kein Richtig oder Falsch. Es ist vielmehr ein Planungswerkzeug, das man nach seinen eigenen Vorlieben und Möglichkeiten einsetzen kann. Es soll zum individuellen Alltag passen mit dem Ziel, Zeit zu sparen, Stress zu reduzieren und bewusster zu essen.

Wer sich an diesem Werkzeug versucht, erkennt rasch, dass dadurch weniger Lebensmittel verschwendet werden, es zu geringeren Ausgaben kommt und auch die Vorratskammer besser eingebunden ist. Für den Einstieg in diese Art zu kochen wird bereits mit dem Einkaufszettel ein wichtiger erster Schritt gesetzt. Es geht darum, seine eigene Routine zu finden und dadurch einen entspannteren Alltag zu haben.