KI nach Maß
25. August 2026 | WLZ 137 | Autorin: Stefanie Schadler
Nicht jede Aufgabe braucht dieselbe KI. Mit sogenannten GPTs, Projekten und eigenen Dokumenten lässt sich ChatGPT gezielt an den persönlichen Alltag oder Beruf anpassen.
Aufgaben gezielt automatisieren
Viele nutzen ChatGPT wie eine Suchmaschine – dabei kann die KI viel mehr, als nur Wissen zusammensuchen. Mit sogenannten GPTs lässt sich ChatGPT zum Beispiel dauerhaft auf eine bestimmte Aufgabe vorbereiten. Dabei werden Regeln, Ziele und der gewünschte Arbeitsstil einmal festgelegt. Der GPT arbeitet anschließend bei jeder neuen Unterhaltung nach diesen Vorgaben.
Ein Unternehmen könnte einen GPT erstellen, der die gewünschte Unternehmenssprache, den Schreibstil und den Aufbau eines Newsletters kennt. Dadurch müssen diese Vorgaben nicht bei jeder Anfrage erneut erklärt werden. Auch bei Vereinsarbeiten, im Unterricht, im Fitness-Bereich, bei der Gartenarbeit oder anderen größeren Projekten können GPTs zum Einsatz kommen. Der Fokus der GPTs liegt auf Automation, wiederkehrenden Prozessen und einer personalisierten Aufgabenbearbeitung.
Wissen zusammenführen
Projekte sind Arbeitsbereiche, in denen hingegen alle Informationen zu einem Vorhaben gebündelt sind. Mehrere Chats, Dokumente und Anweisungen werden an einem Ort gesammelt, sodass ChatGPT den Zusammenhang kennt und darauf aufbauen kann. Das eignet sich etwa für eine Marketingkampagne, eine Vereinsveranstaltung oder einen Hausbau. Man kann jederzeit auf vergangene Informationen zugreifen und aktuelle Aufgaben damit lösen. Dokumente wie PDFs, Excel-Dateien oder Notizen können hochgeladen und direkt im Projekt genutzt werden.
Sowohl GPTs als auch Projekte ergänzen sich ideal in der täglichen Arbeit: Während ein GPT die Arbeitsweise vorgibt, sammelt ein Projekt alle Informationen zu einem konkreten Vorhaben. Beide können mit anderen im Team geteilt werden.
Dateien als Wissensquelle
Eine große Zeitersparnis ist das Hochladen eigener Dateien. PDFs, Word- oder Excel-Dateien können analysiert, zusammengefasst oder miteinander verglichen werden. So kann ein Vertrag zusammengefasst, zwei Angebote verglichen oder aus einem Protokoll eine To-do-Liste erstellt werden. Es lässt sich analysieren, welche Kündigungsfrist gilt oder an welcher Stelle ein bestimmtes Thema zu finden ist.
Auch Fotos lassen sich hochladen und bearbeiten. So kann ChatGPT beispielsweise verschiedene Einrichtungsideen oder Gestaltungsvorschläge für einen Garten visualisieren.
Wichtig beim Hochladen von Daten ist die Datensicherheit. Besonders bei internen Daten sollte vorab geprüft werden, ob der Upload mit den Datenschutzrichtlinien vereinbar ist. Generell sollten keine sensiblen Daten eingegeben werden.
Je besser ChatGPT den eigenen Aufgabenbereich kennt, desto hilfreicher wird die Unterstützung. So entwickelt sich aus einer allgemeinen KI ein persönlicher Assistent für Alltag und Beruf.



