Aufführung einer rhythmischen Messe aus dem Jahr 1968

10. Februar 2025 | WLZ 122 | Autorin: Stefanie Schadler

Damals skeptisch beäugt, heute gerne gesehen: Eine rhythmische Messe aus dem Jahr 1968 wird heuer erneut aufgeführt – mit fast allen Mitgliedern der Urbesetzung.

Das Foto stammt vom 15. Juli 1973 und wurde bei der Primiz von Sighard Schreiner aufgenommen.

Anfängliche Startschwierigkeiten

Eine rhythmische Messe von 1968 erfährt heuer ihr Revival. Unter dem Motto „Jugendmesse anno dazumal“ werden Stücke wie „Er rettet dich, er rettet mich“, „Kommt, sagt es allen Leuten“ und „Ich zieh meine dunkle Straße“ mit einer instrumentalen Besetzung von E-Bass, E-Gitarre, Schlagzeug, Trompete und Klarinette aufgeführt.

Die Idee, eine rhythmische Messe zu spielen, war in der damaligen Zeit naturgemäß etwas Neues und viele Pfarrer beäugten die Proben und auch die erste Messe aus einer gesunden Distanz. So durfte diese Art der Messe weder an einem Sonntag noch vormittags gespielt werden, erinnert sich Franz Schreiner, Teil der damaligen Urbesetzung.

Eine Erfolgsgeschichte

Als jedoch die erste Messe am 1. Dezember 1968 um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Lorenzen am Wechsel großen Anklang fand und die Kirche bis zum Bersten voll war, wich die Skepsis Begeisterung, sodass diese Messe danach auch in weiteren Gemeinden wie Wenigzell, St. Jakob im Walde, im Stift Vorau, in Festenburg oder Friedberg gespielt und auch rhythmische Hochzeiten angefragt wurden. Die Messe wurde bis 1976 gespielt.

Die Idee, diese rhythmische Messe heuer wieder in St. Lorenzen hochleben zu lassen, wurde mit offenen Armen aufgenommen – ohne die holprigen Startschwierigkeiten von damals. Leider sind zwei Männer der damaligen Originalbesetzung – Anton Hutz und Franz Faustmann – bereits verstorben. Die Messe wird von folgenden Personen gestaltet: Josef Ofner, Konrad Breineder, Johann Hutz, Franz Schreiner, Rupert Pichlbauer, Mag. Stefan Hutz, Werner Hutz und Werner Putz.

Information: „Jugendmesse anno dazumal“: Sonntag, 2. März um 8:30 Uhr im Kulturhaus St. Lorenzen am Wechsel