Ein Ausblick der eint

16. Oktober 2026 | WLZ 139 | Autorin: Stefanie Schadler

Eine neue Aussichtsplattform stelllt nicht nur ein neues Wanderziel in der Region dar, sondern ist auch ein Beweis dafür, was mit Eigenleistung möglich ist.

Gemeinsam haben die Mitglieder des Tourismus- und Dorferneuerungsvereins Trattenbach die neue Plattform umgesetzt, die nun den höchsten Punkt der Gemeinde markiert.

Höchster Punkt markiert

Trattenbach bietet seinen Besuchern seit Kurzem eine neue Aussichtsplattform mit einem 360-Grad-Ausblick. Umgesetzt wurde sie vom Tourismus- und Dorferneuerungsverein Trattenbach. Die Idee, den Arabichl mit seinen 1.595 Metern als höchsten Punkt der Gemeinde für alle sichtbar zu machen, besteht allerdings schon länger. Die frühere Obfrau Auguste Rennhofer hatte mit einem Steher und einem gelben Schild darauf aufmerksam gemacht. Der neue Obmann Christoph Kapfenberger griff diese Idee auf und entwickelte sie zu einer Aussichtsplattform weiter. Als selbstständiger Zimmerer hat er die Plattform achteckig nach dem Vorbild einer Wabe skizziert und Gemeinsam haben die Mitglieder des Tourismus- und Dorferneuerungsvereins Trattenbach die neue Plattform umgesetzt, die nun den höchsten Punkt der Gemeinde markiert und für die Umsetzung seine Maschinen zur Verfügung gestellt. Von dieser Holzkonstruktion aus sieht man Schneeberg und Rax, Hochwechsel, Otter und Pretul in der Steiermark und bei Schönwetter kann man den Blick sogar bis zum Neusiedler See schweifen lassen. Das Besondere neben dem Rundumblick und der Bauform ist, dass das Projekt vom Tourismus- und Dorferneuerungsverein Trattenbach in Eigenleistung umgesetzt wurde. Auch regionale Unternehmen unterstützten das Vorhaben unentgeltlich, darunter Baggerunternehmen und ein Forstunternehmen, das die Holzschlägerung und -bringung übernahm. Beschriftungstafeln zeigen, welche Berge und Landschaften zu sehen sind. Zusätzlich ist die Aussichtsplattform mit einem QR-Code versehen, über den die Wanderwege der Region abgerufen werden können.

Eigenleistung und Unterstützung

Laut der Schriftführerin Julia Kapfenberger ist die Idee bereits im Mai dieses Jahres entstanden. Vor der Umsetzung wurden sowohl die Gemeinde als auch die Wald- und Weidengenossenschaft und das Erzbistum Wien als Eigentümer des Grundstückes informiert. Nachdem die Reaktionen positiv waren, machten sich die Vereinsmitglieder im Sommer an die Umsetzung. Finanzielle Unterstützung gab es von Trattenbachs Gemeinderäten, der Raiffeisenbank und der Agentur für Dorf- und Stadterneuerung in Form einer Förderung. Das Interesse bei der Eröffnung Mitte September war groß und auch das Gästebuch auf der Plattform ist mit Einträgen bereits gut gefüllt. „Zu sehen, dass den Leuten die Plattform gefällt, und ihre Grüße zu lesen, ist einfach schön“, so Julia Kapfenberger. Bürgermeister Christian Trettler lobte bei der Eröffnung den Zusammenhalt und die Gemeinschaft des Vereins. „Was der Verein hier auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend.“ Für ihn ist hier ein Kraftplatz entstanden, der zum Verweilen einlädt. „Der Ausblick ist gewaltig und die Plattform eine enorme Aufwertung für unseren Tourismus“, so Trettler. Die Plattform ist von der Kranichberger Schwaig entlang des Arabichlswegs, ebenso von der Feistritzer und der Steyersberger Schwaig gut zu Fuß erreichbar.