Gemeinde kreativ gestalten
18. März | WLZ 123 | Autorin: Stefanie Schadler
Die Kreativität, die er in der Werbemittelbranche auslebt, will er auch als Bürgermeister einsetzen: Sebastian Paß ist motiviert, Projekte für das Gemeinwohl von Kirchberg am Wechsel umzusetzen.
Sebastian Paß ist neuer Bürgermeister der Marktgemeinde Kirchberg am Wechsel.
Visionen umsetzen
Seit gut einem Monat ist nun Sebastian Paß neuer Bürgermeister der Marktgemeinde Kirchberg am Wechsel und folgt damit dem langjährigen Bürgermeister Willibald Fuchs. „Was da ist, ist exzellent und mein Vorgänger hat toll gearbeitet und mir etwas hinterlassen, das funktioniert“, ist Paß sichtlich begeistert von seinem Eintritt ins Amt, was ihm nun die Möglichkeit gebe, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und in seine neuen Aufgaben hineinzuwachsen und zu lernen.
Der 1980 geborene Sebastian Paß kommt ursprünglich aus Wartmannstetten und hat sich nach der HAK und Handelsschule in Neunkirchen mit 24 Jahren mit einem Werbemittelhandel in Wr. Neustadt selbstständig gemacht. Zudem ist er sowohl in der Wirtschaftskammer als Funktionär für diese Branche in Niederösterreich als auch in der Bundeswirtschaftskammer tätig. Er lernte Willibald Fuchs über die Politik kennen, da Paß in der JVP Wartmannstetten aktiv war. Kirchberger ist er seit 2012, er ist Vater einer Tochter und war zuletzt circa ein Jahr Gemeinderat und im letzten Quartal auch Gemeindevorstand.
So wie es ihn in der Werbemittelbranche fasziniert, aus einer Skizze auf Papier z. B. ein dreidimensionales Plüschtier zu entwickeln und umzusetzen, war auch die dahinterliegende Motivation, das Bürgermeisteramt anzunehmen, eine kreative: Auch hier entwickle man und sehe nach vorne, es habe etwas Visionäres. Im Rahmen der Politik bestehe wie in der Werbemittelbranche die Möglichkeit, für den Ort und die Allgemeinheit etwas zu entwickeln und entstehen zu lassen. Auf der anderen Seite sei man auch der verlängerte Arm der Verwaltung, was konträr zum kreativen Ansatz stehe. Das sei für ihn neu, aber auch darin werde er hineinwachsen.
Vorzüge ausbauen
„Als Bürgermeister in der sechstgrößten Gemeinde im Bezirk Neunkirchen hat man absolut etwas zu tun“, resümiert Paß über die ersten Wochen im Amt. Es sei ein großer Betrieb, den es zu führen gelte, und das sei eigentlich ein Fulltime-Job. Neben seiner Selbstständigkeit ist er circa 20 Stunden auf der Gemeinde, wobei er durch Handy, E-Mail und Ähnliches immer mit der Gemeinde verbunden sei. Durch das Hybridarbeiten sei es wesentlich einfacher, seine Selbstständigkeit mit dem Bürgermeisteramt zu verbinden.
Beschreibt er seinem Freundes- und Bekanntenkreis Kirchberg, so seien sie meist überrascht darüber, dass die Marktgemeinde so groß ist. Viele kennen Kirchberg als Naherholungsgebiet, wissen von dem Top-Bildungsangebot sowie der guten Infrastruktur. Leuten, die Kirchberg nicht kennen, beschreibt er die Gemeinde vor allem als Grenze zur Steiermark, Wandergebiet und als Heimat der Hermannshöhle. Zudem fällt bei Freunden, die ihn besuchen, immer wieder das Klischee: „Du wohnst dort, wo wir Urlaub machen.“ Und das höre Paß, auch wenn klischeehaft, gerne.
Privat fährt Paß im Winter gerne Schi und verbringt aufgrund seines Hobbys, der Jagd, viel Zeit in der Natur. Weiters erholt er sich beim Garteln und Kochen.
Ein großes Projekt, das heuer noch in der Gemeinde zum Abschluss kommen soll, ist die Fertigstellung des Lindensaals, um danach einen Pächter für das Gasthaus „Zur 1000-jährigen Linde“ zu finden. Damit werde den Bewohnern und Vereinen eine Möglichkeit geboten, im Ort Bälle und Hochzeiten zu veranstalten. Weiters soll der Ortskern weiter belebt werden und es werden laufend Verbesserung an der Infrastruktur, darunter Wasserleitungen und Kanalabschnitte, vorgenommen.