Stadt und Natur wiedervereint

13. November 2025 | WLZ 130 | Autorin: Stefanie Schadler

Um den Zugang zum Naherholungsgebiet in den Weiden wiederherzustellen, errichtete die Stadtgemeinde Friedberg eine imposante Brücke. Sie schafft Verbindung, aber auch Überblick.

Projekt findet Abschluss

Ein Naherholungsgebiet, zu dem der direkte Zugang fehlt? Undenkbar. Das war auch der Ausgangspunkt für die Stadtgemeinde Friedberg: Mit Juli 2022 hat die ÖBB den Bahnübergang am Ende der Julius-Schweitzer-Straße geschlossen. Grund dafür waren der Umbau des Bahnhofs und die Attraktivierung der Strecke. Der Bahnübergang bildete allerdings den direkten Zugang zum Naherholungsgebiet in den Weiden, aber auch zum Gewerbepark und Sportzentrum. Einen Ersatz zu finden war unausweichlich.

Nach einer umfangreichen Planung kam am 20. September 2025 dieses große und wichtige Projekt inklusive Beleuchtung der benachbarten Wege feierlich zum Abschluss: Die Stadtgemeinde mit Bürgermeister Wolfgang Zingl eröffnete die neue Fußgängerbrücke über die ÖBB-Gleise. Sie ist ein beeindruckender Bau mit einer Spannweite von fast 26 Metern und einer sichtbaren Gesamthöhe inklusive Geländer von neun Metern. Rampen anstelle von Treppen machen die Verbindung rollstuhl- und kinderwagentauglich. Vom Anfang der Rampe bis zum gegenüberliegenden Ende der Rampe beträgt die Länge 150 Meter.

Beleuchtung erweitert

300 Kubikmeter Beton sowie 267 Laufmeter Geländer bei Brücke und Rampen wurden verbaut. Wirft man einen Blick unter die Erde, findet man dort ein Fundament in 1,5 Metern Tiefe und Betonpfähle, die vier Meter tief im Boden stecken. Ein Bauwerk mit 850 Tonnen Gesamtgewicht, das zugleich erstaunlich leicht wirkt.

Mit dem Brückenbau erweiterte die Stadt auch die Beleuchtung vom Ende der Julius-Schweitzer-Straße bis zum Weidenweg. Das Ergebnis ist eine zwei Kilometer lange Runde mit durchgehender Beleuchtung vom Weidenweg über die Hauptstraße bis zurück über die Grazer Straße. Ideal für Spaziergänge oder Laufeinheiten am Abend. 

Die Investitionssumme für die Überführung inklusive Beleuchtung beträgt € 695.000. Das Land unterstützte diesen Bau mit einer Bedarfszuweisung von € 334.000.

Entstanden ist nicht nur eine Verbindung von Stadt und Natur, sondern auch ein schöner Aussichtspunkt: Man überblickt den Erlebnisberg, die Innenstadt und den Gewerbepark und beobachtet zugleich das Treiben am Bahnhof.