Hochstraße Innovativ

18. März | WLZ 123 | Autorin: Stefanie Schadler

Bei der Hochstraße Innovativ in Friedberg präsentierten sich auch heuer wieder zahlreiche Betriebe. Das Organisationsteam stellte zudem ein umfangreiches Programm auf die Beine.

Die Ehrengäste wanderten bei der Hochstraße Innovativ nach bewehrter Tradition durch die Aussteller.

Herausforderungen für Wirtschaft

Bei der 27. Hochstraße Innovativ in der Stadtgemeinde Friedberg durften die Hauptorganisatoren Mario Janisch, Andreas Jesch, Dagmar Ajtic, Esther Lang und Patrick Faustmann unter den anwesenden Besuchern zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik sowie Bürgermeister der Nachbargemeinden begrüßen. Ein großer Anteil bestehe aus Stammausstellern, doch werde es immer schwieriger, neue Firmen für einen Stand zu begeistern, so Janisch. Neben den gestiegenen laufenden Kosten für Betriebe, was etwa Strom und Personalkosten betreffe, ist es vor allem das fehlende Personal, was diesen zu schaffen mache. Damit spricht er ein aktuelles Thema an und er erwähnt in diesem Zusammenhang auch die steigende Zahl der offenen Stellen sowie jene der Arbeitslosen und richtet damit einen Appell an die Politik: „Es sollte geschaut werden, dass die soziale Hängematte nicht mehr ganz so bequem ist, denn es kann ja nicht sein, dass Unternehmer Arbeitnehmer suchen und zugleich die Arbeitslosenzahlen steigen.“ Leistung müsse sich lohnen, und zwar aufseiten der Arbeitnehmer wie auch der Betriebe. Und die Wirtschaft müsse entfesselt werden, wofür es die richtigen Rahmenbedingungen brauche – Stichwort Bürokratieabbau.

Bürgermeister Wolfgang Zingl betonte das große Anliegen der Städte, die Wirtschaft zu fördern, und nennt unter anderem die 8-Städte-Gutscheine, die auch in Friedberg eingelöst werden können. Was den Arbeitsmarkt betrifft, müsse sich für Zingl auch die Einstellung gegenüber den Lehrberufen ändern beziehungsweise ändere sie sich bereits langsam. Sein Sohn selbst hat seine Lehrabschlussprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen und wurde dafür von der Wirtschaftskammer mit dem „Star of Styria“ ausgezeichnet. Damit werde nicht nur der Betrieb gefördert, sondern es werde auch den Eltern ein gutes Gefühl vermittelt und der Lehrling zudem motiviert.

Abwechslungsreiches Ausstellerfeld

Nach der Eröffnung zog Janisch der Tradition folgend mit den Ehrengästen durch die Aussteller und vermittelte ihnen so ein Bild der wirtschaftlichen Vielfalt im Wechselland. Die Bandbreite der Aussteller war groß und umfasste Nützliches für Heim und Garten oder Spezialitäten im Lebensmittelbereich; es stellten regionale Vereine aus und unterschiedliche Dienstleister, etwa im Bereich Finanzen oder Evolutionspädagogik. Natürlich wurden auch die neuesten Modelle der unterschiedlichen Automobilhersteller präsentiert, es gab eine große Auswahl an Neu- und Gebrauchtwagen sowie eine VW-Oldtimer-Ausstellung und ein Käfertreffen des Käferclubs Fürstenfeld. In diesem Jahr wurde zudem ein Flohmarkt für Privataussteller entlang der Hochstraße organisiert, der sehr gut angenommen wurde.

Für Action und Unterhaltung sorgten die Vorführungen von Feuerwehr- und Rotkreuzjugend sowie die Vorführung eines Zugriffs der Militärpolizei, eine Modenschau, Line Dance und ein großes Gewinnspiel. Mit einer Grillshow, weiteren kulinarischen Stationen sowie einem Kinderprogramm samt Hüpfburgen und Kinderschminken zeigte sich die Wirtschaftsmesse zudem kinderfreundlich.

Geschichte zum Anfassen gab es bei der Firma ELT vom Historischen Verein Wechselland unter Obmann Dr. Andreas Salmhofer. Gemeinsam mit ELT wurden 3D-Modelle von verschwundenen Burgen angefertigt, wie der Burg Friedberg, der Burg Ehrenschachen sowie des Turms Eichberg. Dem seien archäologische Untersuchungen vorangegangen, wobei man anhand der Dicke und der Lage der Mauern, die man im Erdreich gefunden habe, sowie der Lage des Burggrabens einige Schlüsse über den Aufbau der Burg habe ziehen können, so Salmhofer. Geplant sind längerfristig auch Modelle bestehender Objekte von Kirchen und anderen Burgen.