Männergesundheit
16. Oktober 2026 | WLZ 139
Expertentipp von: Mag. pharm. Silvia Fellinger, Apothekerin

Nach dem Schwerpunktmonat Brustkrebs im Oktober steht im November alljährlich das Thema Männergesundheit im Fokus. Für viele Männer ist die benig-ne Prostatahyperplasie (BPH), also die gutartige Vergrößerung der Prostata ein heikles Thema, und doch sollte es angesprochen werden. Sie ist das häufigste urologische Problem: Jeder zweite Mann ab 50 leidet unter den Symptomen einer gutartigen Prostatavergrößerung. Ein schwächerer Harnstrahl, häufiger Harndrang und das unangenehme Gefühl, dass nach dem Harnlassen die Blase nicht ganz leer ist – diese lästigen Symptome stören den Alltag und die Nachtruhe. Ab 45 sollte Mann einmal jährlich zur Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs zum Urologen gehen, beim sogenannten Androcheck werden Nieren, Blase, Prostata, Hoden, Hormonhaushalt etc. überprüft. Ab 50 sollte Mann sich erstmals einer Darmspiegelung unterziehen, in weiterer Folge dann alle sieben Jahre. Denn obwohl Darmkrebs nicht zu den urologischen Erkrankungen zählt, ist dies doch eine Krankheit, von der Männer sehr häufig betroffen sind.
Neben dem Alter spielen verschiedene Faktoren wie Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Hormonstörungen sowie übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten einer Prostatavergrößerung. Auf der anderen Seit kann ein gesunder Lebensstil mit regelmäßigem Sport und einer bewuss-ten Ernährung zur Stärkung der Prostata beitragen. Natürliche Unterstützung bieten auch Nahrungsergänzungsmittel mit bewährten pflanzlichen Inhaltsstoffen. Die am besten untersuchten Pflanzen sind
- Sägepalmfrüchte: Die speziellen Fettsäuren und Phytosterole des Extraktes wirken hemmend auf die Produktion von männlichen Sexualhormonen – erhöhte Hormonspiegel gelten als Ursache der Prostatavergrößerung. Zudem treten antientzündliche Effekte auf.
- Granatapfelextrakt enthält antientzündliche sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Anthocyanine und Tannine und kann dazu beitragen, dass der PSA-Wert sinkt bzw. sich nicht weiter erhöht.
- Brennnesselwurzel hat einen wachstumshemmenden auf das Effekt
- Kürbiskerne sind reich an Zink und Phytosterolen und können bei einer überaktiven Blase, Harnwegsinfektionen und Prostataerkrankungen eingesetzt werden.
- Lycopin ist als sekundäre Pflanzenstoff vor allem in reifen Tomaten enthalten. Es kann das Zellwachstum in der Prostata regulieren und so das Fortschreiten der BPH hemmen.
Ernährungstipp für den Mann: Mindestens zweimal pro Woche gekochte Tomaten oder Tomatenprodukte essen, denn erst durch das Kochen wird ein großer Teil des Lycopins in den Tomaten verfügbar. Für weitere Fragen und Tipps kommen Sie gerne jederzeit zu uns in die Apotheke, wir helfen gerne!

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