Neuer Bürgermeister für Dechantskirchen

29. April 2026 | WLZ 134 | Autorin: Stefanie Schadler

Günter Tromayer ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Dechantskirchen. Neben laufenden Projekten möchte er auch neue Impulse für die Gemeinde setzen.

Der neue Bürgermeister von Dechantskirchen Günter Tromayer mit Vizebürgermeisterin Jaqueline Pfleger.

Vom Bundesheer ins Bürgermeisteramt

In der Gemeinde Dechants-
kirchen gab es mit 1. April einen Bürgermeisterwechsel sowie einen Wechsel im Gemeindevorstand. Waltraud Schwammer legte nach 21 Jahren als Bürgermeisterin das Amt nieder. Ihr folgte Günter Tromayer als Bürgermeister und erstmals übernimmt mit Jaqueline Pfleger eine Frau das Amt der Vizebürgermeisterin.

Tromayer war zunächst in der Gemeinde Schlag bei Thalberg im Gemeinderat tätig, seit der Zusammenlegung 2015 in Dechantskirchen. Seit 2017 war er dort Vizebürgermeister. Beruflich ist er gelernter GWZ-Installateur und entschied sich nach dem Grundwehrdienst für eine Karriere beim österreichischen Bundesheer. Seit 2007 ist er dienstführender Sanitätsunteroffizier an der Militärakademie. Um sich ganz seiner neuen Aufgabe zu widmen, lässt er sich ab 1. Mai vom Dienst freistellen.

Aktuell auf seinem Tisch liegt das Projekt Dorfplatz, an dem bereits seit über eineinhalb Jahren gearbeitet wird. Mittlerweile befindet sich das Projekt in der finalen Phase. Geplant ist ein Gebäude in Holzbauweise mit zwölf geförderten Wohnungen, einem Nahversorger und einem Multifunktionsraum zum Beispiel für Computerkurse oder Besprechungen.

Gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden, von St. Lorenzen bis Schäffern und Lafnitz, gibt es Pläne zur Umsetzung einer Tagesheimstätte für Senioren. Die Unterbringung im Neubau steht dabei im Raum. Betrieben werden soll sie vom Pflegeverband. Die Entscheidung und weitere Vorgehensweise ist hier allerdings noch offen.

Mehr Sicherheit und Bürgernähe

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, ist das Anliegen von Bürgern an Tromayer herangetragen worden, die „Schwammerbrücke“, wie sie im Ort genannt wird, zu entschärfen. Vor allem für Fußgänger, Eltern mit Kinderwagen oder Radfahrer ist sie gefährlich, da ein entgegenkommendes Auto nicht vorbeikommt. Auch für Tromayer ist es ein Herzensprojekt, hier einen gesicherten Übergang über die ÖBB-Gleise zu schaffen. Geplant ist eine etwa zwei Meter breite Brücke für Fußgänger und Radfahrer neben der bestehenden Brücke. Die Genehmigung vonseiten der ÖBB besteht bereits und es werden aktuell die ersten Angebote eingeholt. „Ich will, dass die Kinder sicher über die Brücke gehen können“, so Tromayer.

Auch bei den Ehrungen in der Gemeinde gibt es eine Neuerung. Seine Vorgängerin hat mit Hausbesuchen ihre Glückwünsche überbracht. Nun wird zweimal im Jahr zu einer gemeinsamen Feier geladen, bei dem auch die Pfarre mitwirkt. „Ich sehe das als gute Möglichkeit, dass sich Menschen wiedertreffen, die sich aus den Augen verloren haben“, betont Tromayer die soziale Komponente. Im Oktober wird es den ersten Termin geben.

Am 29. Mai wird es im Gemeindeamt einen Tag der offenen Tür in der Bürgerservicestelle geben, die seit Mitte April ins Erdgeschoss umgezogen ist. Der gesamte Parteienverkehr wird dort gebündelt. Neben Hilfestellung bei der ID Austria sollen zukünftig auch Reisepässe in der Gemeinde ausgestellt werden. Mit diesen Maßnahmen wird die Gemeinde bürgernäher gestaltet und bestehende Angebote weiter ausgebaut.