Unterstützung nah am Menschen

16. Juni 2026 | WLZ 136 | Autorin: Stefanie Schadler

In finanziell schwierigen Zeiten ist es gut zu wissen, dass es eine Stelle gibt, von der man aufgefangen wird. Auch wenn die Bitte um Hilfe nicht immer einfach ist.

Spendenübergabe der Theatergruppe Mönichkirchen durch die Obfrau Susanna Dorner BEd.

Direkte Hilfe im Ort

Menschen im Ort helfen – das ist eine Hilfe, die direkt ankommt. Und so unterstützt der Verein „Mönichkirchen für Mönichkirchen“ Personen in der Gemeinde, die unverschuldet in Not geraten sind. Bisher konnte der Verein bereits in unterschiedlichen Situationen unterstützen. Neben der Bereitstellung eines Rollstuhls und der Anschaffung notwendiger Haushaltsgeräte wurde auch einem delogierten Mann geholfen, indem vorübergehend die Kaution für eine neue Unterkunft übernommen wurde. Die Unterstützung erfolgt dabei immer nach Prüfung des Einzelfalls und orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen der Betroffenen. Unbürokratisch, diskret und dort, wo sie gerade gebraucht wird. Meist sind es präventive Maßnahmen, doch der Verein hilft auch, wenn es schnell gehen muss. Eine weitere Möglichkeit zu helfen wäre es laut Obfrau Petra Schwarz auch, für ein sozialschwaches Schulkind die Exkursionskosten zu übernehmen, damit es daran teilnehmen kann.

Seit 2024 gibt es den Verein als solches, aktiv wird die Idee jedoch schon länger umgesetzt. Aufgrund der Neugestaltung des Faschingsumzuges in den vergangenen Jahren und der verstärkten Einbindung der Mönichkirchner Vereine wurde bereits früh beschlossen, den Reinerlös einem karitativen Zweck zugutekommen zu lassen. Die ursprüngliche Idee, die Einnahmen auf einem Sparbuch anzulegen, erwies sich jedoch rechtlich und organisatorisch als schwierig. Deshalb fiel im Rahmen der Vorbesprechung zum Faschingssamstag im Dezember 2023 die Entscheidung, einen eigenen Verein zu gründen. Dadurch konnten die Spendengelder transparent verwaltet und zweckgebunden für Hilfsmaßnahmen innerhalb der Gemeinde eingesetzt werden. Aus dieser Idee entstand schließlich der Verein „Mönichkirchen für Mönichkirchen“, der seit 2024 Menschen unterstützt, die unverschuldet in schwierige Lebenssituationen geraten sind.

Helfen macht glücklich

In finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, ist eine Stresssituation und für die betroffenen Menschen nicht einfach. Schwarz appelliert an betroffene Mönichkirchner, in solchen Situationen zu ihr ins Gemeindeamt zu kommen, wo der Sitz des Vereines ist. „Viele Menschen tun sich schwer, Hilfe anzunehmen“, so Schwarz. Um Hemmungen zu nehmen, betont sie, finden die Gespräche diskret in einem eigenen Zimmer statt. Hier wird die Situation gemeinsam angeschaut und besprochen, wie geholfen werden kann. „Wir können keine Welten bewegen, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn man jemandem unter die Arme greifen kann“, so Schwarz, die sich selbst als Mensch mit Helfersyndrom bezeichnet.

Für Schwarz liegt genau darin die Besonderheit des Vereins: Veranstaltungen wie Faschingsumzug und Adventsmarkt bringen Menschen zusammen. Gleichzeitig ermöglichen die dabei gesammelten Spenden, Gemeindebürger in schwierigen Lebenssituationen rasch und unbürokratisch zu unterstützen.