Klimaprojekte gemeinsam umsetzen
29. April 2026 | WLZ 134 | Autorin: Stefanie Schadler
Mit dem Klimaschutz als gemeinsamer Nenner werden in der Klima- und Energie-Modellregion Wechselland gemeindeübergreifende Projekte umgesetzt. Nach dem Ende der aktuellen Förderperiode wurde bereits der Antrag für die Weiterführung gestellt. Ein kleiner Rück- und Ausblick.
Die Aktion „Blühende Straße“ wurde im Zuge einer KEM-Maßnahme mit der Volksschule St. Lorenzen im Oktober 2025 durchgeführt.
Erfolgreiche Maßnahmen
Die Klima- und Energie-Modellregion Wechselland beendete mit Ende April die Weiterführungsphase IV. Die beteiligten Gemeinden Dechantskirchen, Friedberg, Pinggau, St. Lorenzen am Wechsel, Schäffern, Lafnitz sowie Rohrbach an der Lafnitz befassen sich dabei mit den Themen Energie, Klimaschutz, Mobilität und Bewusstseinsbildung.
Ein zentraler Schwerpunkt lag in den vergangenen drei Jahren auf der Energieeffizienz in den Gemeinden. In allen sieben Gemeinden wurde eine laufende Energiebuchhaltung geführt, aus der konkrete Empfehlungen zur Senkung von Energieverbrauch und -kosten abgeleitet werden konnten.
Ein besonderes Highlight war die Gründung der Erneuerbaren Energiegemeinschaft Lafnitztal (EEG) im September 2024. Die Energiegemeinschaft hat sich seither sehr dynamisch entwickelt und umfasst aktuell (Stand 13. April 2026) 439 Mitglieder mit 708 aktiven Zählpunkten – ein großer Schritt in Richtung regionale erneuerbare Energieversorgung.
Bevölkerung eingebunden
Auch im Bereich Beratung und Bewusstseinsbildung ist einiges passiert. So finden in allen Gemeinden regelmäßig Energiesprechtage im Zweimonatsrhythmus statt, die von der Bevölkerung sehr gut angenommen werden. Im Bereich Biomasse und Wärme wurde unter anderem eine jährliche Pellets-Einkaufsaktion etabliert, an der zuletzt rund 175 Haushalte teilgenommen haben. Zudem wurde ein digitaler Einkaufsführer für regionale Biomasse erstellt.
Erste Konzepte zu den Themen Re-Use und Abfallvermeidung wurden bereits in den Altstoffsammelzentren umgesetzt und die Bevölkerung unter anderem durch einen Ideenwettbewerb eingebunden. Auch im Mobilitätsbereich konnten mit Aktionen wie Fahrrad-Sternfahrten schöne Impulse gesetzt werden. Den Abschluss der aktuellen Weiterführungsphase bildete der Tag des Zu-Fuß-Gehens am 27. April 2026.
Zukünftige Ideen in Startlöchern
Im Laufe der Weiterführungsphase gab es auch einen Wechsel im Modellregionsmanagement: Im März 2025 hat Monika Schausberger nach rund 22 Monaten die Funktion an Manuel Reichmann, BSc übergeben. Er hat in den letzten 14 Monate die Weiterführungsphase begleitet und gemeinsam mit den Gemeinden weitergeführt.
Er informiert darüber, dass der Antrag für die Weiterführungsphase V Ende März eingereicht wurde und aktuell auf die Förderzusage gewartet wird. In dieser kommenden Periode, die bis 2029 laufen wird, sollen erfolgreiche Maßnahmen weitergeführt und ausgebaut werden. Dazu zählen zum Beispiel die Energiesprechtage, die künftig auch teilweise online stattfinden werden, sowie die Umsetzung ausgewählter Ideen aus dem Ideenwettbewerb. Neue Schwerpunkte betreffen die verstärkte Bewusstseins- und Klimabildung in Schulen, Stromspeicher, Photovoltaik-Ausbau auf versiegelten Flächen sowie ein umfangreiches Programm im Bereich Re-Use und Ressourcenschonung.



